| Jungzücher aus Brandenburg-Anhalt gewannen Bundesjungzüchterwettbewerb |
| Geschrieben von: Jörg Kotenbeutel |
| Freitag, den 24. Juni 2011 um 14:02 Uhr |
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Mit dem erneuten Mannschaftssieg feierten die Jungzüchter unseres Verbandes am letzten Wochenende einen phänomenalen Erfolg. Die Erfolgsgeschichte liest sich unglaublich. Zählt man die Erfolge der damaligen Pferdezuchtverbände Berlin-Brandenburg und Sachsen-Anhalt dazu, ist es bereits der vierte Triumpf beim Bundeswettbewerb. Von den drei durchgeführten Weltmeisterschaften kam unser Team zweimal aus Belgien 2003 und aus Irland 2009 als strahlende Weltmeister zurück. Und auch jetzt trägt das Team beide Titel. Unterdessen haben fast alle europäischen Pferdezuchtverbände die Wichtigkeit der Nachwuchsarbeit für sich erkannt. Kommt es doch darauf an junge Leute ans Pferd zu bringen, ihnen eine Möglichkeit der Aus- und Weiterbildung und eine gemeinsame Plattform des Kennenlernens zu bieten. Das Niveau der Wettbewerbe hat sich in der fünfzehnjährigen Geschichte unglaublich gesteigert aber immer noch ist Teamgeist und das freundschaftliche Miteinander Sinnbild der Meisterschaften und macht sie so wertvoll. Für eine Reihe von heutigen Pferdefachleuten wie Zuchtleitern, Stutbuchführern, Zuchtrichtern und Gestütsleitern waren die Jungzüchterwettbewerbe Sprungbrett und Szeneeinstieg. Aber nun zurück zum Wettbewerb: 14 Verbände aus ganz Deutschland waren dem Ruf des organisierenden Pferdestammbuchs Schleswig Holstein ins Lehr- und Versuchsgut Futterkamp gefolgt. Nach einem zünftigen Willkommen waren auch gleich die Disziplinen Theorie und die Beurteilung des Freispringens von 6 hervorragend präsentierter Pferde zu beurteilen. Auch in diesem Jahr hatte es der Theorieteil zusammengestellt von den Berufschullehrern Pferdewirt aus Schleswig-Holstein in sich. Hier konnten insbesondere Hanna Edler, Niklas Eberhardt und Teresa Jürges punkten. Das perfekt organisierte Freispringen war kein Thema für Sophie und Lisa Wachtel, die hier mit 92% nichts anbrennen ließen. Mit viel Spaß und super Stimmung klang der erste Tag dann aus. Der Sonnabend war der Königsdisziplin Vormustern auf der Dreiecksbahn und die Beurteilung von drei Pferden vorbehalten. Die Gastgeber hielten hierzu ein gut ausgesuchtes buntes Pferderassen-Potpourri bereit, darunter auch hervorragend herausgebrachte Zuchthengste. Mit der Note 8,7 erreichte Niklas Eberhard für unsere Mannschaft ein tolles Vormusterungsergebnis. „Wir legen großen Wert auf eine harmonische Vorstellung und den korrekten, gefühlvollen Umgang mit dem Pferd“, betonte Georgia Schulz (Cappeln/Oldenburg) – eine von vier Richtern und zwei Nachwuchsrichterinnen des Wettbewerbs. Sie lobte gerade in der Altersklasse der jüngeren Teilnehmer „sehr gute Bilder beim Vormustern“. Auch bei der Pferdebeurteilung hatte das Team – übrigens jeder auf sich allein gestellt ein sicheres Auge. Spannend wurde es zur abendlichen Siegerehrung, denn kein Zwischenergebnis war bisher durchgesickert. Bei der Ehrung der Sieger und Platzierten in den Einzeldisziplinen zeichnete sich für die jüngere Mannschaft der sichere Triumpf ab und schließlich standen sie auf dem Podest: Sieg für Niklas Eberhardt, 2. Platz für Hanna Edler und 3. Platz für Teresa Jürgens alle Brandenburg-Anhalt und damit der unantastbare Gesamtsieg für die jüngere Mannschaft unseres Verbandes – ein unglaublicher Erfolg. Bei den „älteren“ siegte in der Einzelwertung Anna Maria Deparade vom Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen. Sophie Wachtel erreichte Platz 8, Lisa Wachtel Platz 10 und Rebecca Engel konnte den 15. Platz für sich verbuchen. Der Jubel war unbeschreiblich als das Ergebnis der Mannschaftswertung bekannt gegeben wurde: Sieg für Brandenburg-Anhalt, vor Westfalen und Hannover. Ein großes Kompliment an das Team des Pferdestammbuchs um Melanie Stahlbuhk und auch an die Damen in der Küche, die einen reibungslosen Ablauf und beste Bedingungen auch für die stimmungsvolle Abschiedfeier bot. Im kommenden Jahr wird der Zuchtverband Rheinland-Pfalz-Saar den Wettbewerb ausrichten. |


