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Antje Wienecke im Interview über den Schnuppertag der Pferdejungzüchter / Auch Unerfahrene brachten "klasse Leistung"  Es war der fünfte Wettbewerb und Schnuppertag, den die ehemaligen Deutsche Meisterinnen der Pferdejungzüchterinnen Antje Wienecke (Brüchau), Maike Heisterhagen (Steimke) und Christine Berlin (Estedt) in der Gardelegener Reithalle am 4. April ausrichteten. Die AZ fragte bei Wienecke nach, wie es um den Nachwuchs der Pferdezüchter bestellt ist. AZ: 33 Kinder am Sonnabend beim Schnuppertag und 29 bei der Kreismeisterschaft. Sind Sie mit diesen Teilnehmerzahlen zufrieden? Antje Wienecke: Ja, wir sind sehr zufrieden damit. Denn in diesem Jahr sind etliche Jungzüchter, die sonst immer dabei gewesen sind, nicht gekommen, weil sie verhindert waren. Wären auch die noch mit gestartet, hätten wir fast die 54 Kinder pro Trag von 2008 erreicht. AZ: Hat sich das Konzept mit Schnuppertag und Wettbewerb an zwei aufeinander folgenden Tagen im Rückblick bewährt? Antje Wienecke: Auf alle Fälle! Vor ein paar Jahren war der Schnuppertag vor allem immer ein Trainingstag für die altbekannten Teilnehmer. Doch mehr und mehr ist zu beobachten, dass ganz neue Gesichter dabei sind. Besonders auffällig war es dieses Jahr, wo viele junge Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren beim Schnuppertag waren, die gar noch nix mit den Jungzüchtern zu tun hatten.
AZ: Haben die Neulinge gegen erfahrene Teilnehmer überhaupt eine Chance? Antje Wienecke: Das haben wir am Sonntag gesehen. Emilia Efraimsson aus Ipse und Johanna Nemec aus Kloster Neuendorf waren das erste Mal dabei und haben die zweit- und drittbesten Noten im Vorführen bekommen. Das war eine klasse Leistung. Wir hatten Kinder mit ganz viel Potenzial am Start. Hoffentlich machen sie nächstes Jahr wieder mit. AZ: Was zeichnet den Schnuppertag der Jungzüchter aus? Antje Wienecke: Er ist offen für alle pferdeinteressierten Kinder ab fünf Jahre. Wir üben mir den Kindern zum Beispiel das Vorführen und Einflechten der Pferde. Super war in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit der Tierärztin Annette Dressel aus Kalbe, die mit den Kindern die Themen Pferdegesundheit, -haltung und -fütterung behandelt hat. Wer zu uns kommt, muss kein Reiter sein, sondern einfach nur Pferde mögen.
Erschienen in der Allgemeinen Zeitung, Lokales Gardelegen, am 7. April. |